Wissenswertes

Wir möchten hier in dieser Rubrik zum allgemeinen Verständnis in kurzen einfachen Worten erklären, wie das Feuerwehrwesen aufgebaut ist und wie ein Einsatz von der Alarmierung bis zur Einrückung ins Gerätehaus abläuft. Feuerwehrkundige können diesen Teil getrost überspringen.

Feuerwehrwesen

Die Feuerwehren in Südtirol basieren auf einem hierarchischen System d. h. jede Feuerwehr unterliegt in erster Linie dem eigenen Bezirk, dies wäre im Fall der Feuerwehr Klausen der Bezirk Brixen/Eisacktal, der Bezirk unterliegt wiederum dem Landesverband der Freilligen Feuerwehren Südtirols und an der Spitze dieses System steht der Landeshauptmann in seiner Funktion als „Landesrat“ für Zivilschutz. In Südtirol gibt es derzeit 305 Feuerwehren und an die 12.500 freiwillige Feuerwehrmänner, welche eine Vielzahl an Mannstunden unentgeltlicher Arbeit zum Wohle in Not geratener Personen verrichten. Die Anzahl der Feuerwehren mag im Verhältnis zu den 116 Gemeinden übertrieben wirken, beruht aber auf dem Konzept, daß jeder erdenklich mögliche Einsatzort binnen kürzester Zeit erreichbar sein soll und somit auch ist. Dieses Konzept wäre mit „nur“ Berufsfeuerwehren weder umsetzbar noch finanzierbar.
Bei Ansuchen einer Wehr um Ankauf von Gerätschaften (Fahrzeuge usw.) entscheidet der Bezirk bzw. der Landesverband ob der Ankauf von Nöten ist oder nicht und somit auch, ob der entsprechende Beitrag gewährt wird oder nicht. Die Finanzierung erfolgt dann durch Beitrag der Gemeindeverwaltung und durch Landesbeitrag. Der Großteil muß jedoch selbst aufgebracht werden, belastet somit die Kasse der jeweiligen Wehr. Wir möchten hiermit nur verdeutlichen, daß ohne Spenden aus der Bevölkerung eine Feuerwehr nicht bestehen kann.

Einsatz

Die Alarmierung erfolgt durch die Landesnotrufzentrale. In der Regel meldet sich die Wehr innerhalb 3 Minuten zurück. Ist dies nicht der Fall, wird die nächstgelegene Wehr alarmiert. Der Alarmplan sieht 7 Stufen vor:
1 – 3 = Brandeinsätze
4 – 6 = Technische Einsätze (Unfälle)
7 = Gefahrengut Einsätze (Chemie).
Je nach größe des Einsatzes werden weitere Wehren zu gleich alarmiert. Das Gerätehaus muß während des Einsatzes immer von mindestens einen Wehrmann besetzt sein, der stets mit Landesnotrufzentrale und Einsatzleitung in Verbindung ist. Verschiedene Organisationen erledigt die Funkzentrale, um Einsatzleitung am Unfallort zu entlasten. ( z.B. Abschleppdienst rufen usw.) Welche und wieviele Fahrzeuge ausfahren, hängt von den Möglichkeiten einer jeden Wehr ab. Dies entscheidet der Einsatzleiter. Die Rückkehr nach dem Einsatz wird wiederum der Landesnotrufzentrale mitgeteilt, somit ist die Wehr des weiteren wieder einsatzbereit.