Geschichte

14. Jahrhundert

feuerordnung

(Feuerwehrordnung)

Bereits im 14. Jahrhundert begannen im deutschen Sprachraum die Städte die Brandbekämpfung zu regeln, indem man Handwerker im Brandfalle zum Löschen verpflichtete. Löschgerätschaften wurden von den Stadtverwaltungen angeschafft und zur

Verfügung gestellt. Die sogenannte Feuerordnung war somit mehr eine interne Angelegenheit der Bürgerschaft. Unter dem Eindruck der Brandkatastrophe in Mühlbach (1638) kam es im selben Jahr in Klausen zu der ersten vollständig ausgearbeiteten Feuerordnung welche, Anzahl, Beschaffenheit und Aufbewahrung der Gerätschaft und über Schutzvorkehrungen Auskunft gibt.

Der hl. Florian und die Klausner

(Hl. Florian)

(Hl. Florian)

Eine ganz besondere Beziehung hatten die Klausner seit jeher zum hl. Florian, dem Feuerwehrpatron dessen Schutz mittels einer eigenen Armenunterstützung erfleht wurde.

Zu diesem Zweck wurde alljährlich das sogenannte Floriani-Almosen oder Floriani-Mahl an die Armen verteilt, das erstmals in der Kirchenrechnung 1466 erwähnt wird und im Ratsprotokoll vom 4. März 1651 so zum Ausdruck kommt: Item tuet man wegen der zu Clausen vor Augen steenden großen Feuerßgeferlichkeit jerlich S. Floriani-Albmußen, so unßre liebe Voreltern nach und nach gestift, durch den Kirchprobst bei St. Andreas-pfarr … und sonderbar Deputierten fleißigist austeilen lassen, so unczhero (bisher) wirklich observiert, auch die Statt von Gnaden Gottes und ohne Zweifel aus der Armen, so die Almosen empfahen, demütiges Gebet vor dergleichen Feuersnot bis dato gnädiglich bewahrt worden.

Die Gründung der Klausner Feuerwehr

(Gründungsurkunde)

(Gründungsurkunde)

In Klausen wurde in der Sitzung vom 13. Juli 1875 dem Ratsmitlied Carl Messner die Aufsicht über das Ressort Feuerpolizei übertragen. Und in der Sitzung vom 29. August 1875 brachte er den Vorschlag ein, auch in Klausen eine Feuerwehr nach dem Modus der übrigen Städte Tirols einzuführen. Der Rat erklärte sich damit einverstanden und ermutigte Messner in dieser Initiative, der Auslagen bis zu 5 Gulden aus Anlaß von Proben und Übungen ohne Rückfrage auf Kosten der Stadt tätigen durfte. Es fehlte letztlich nur noch der Schritt von der städtischen Einrichtung unter Leitung der Obrigkeit hin zum Verein von öffentlicher Bedeutung. Die Vereinsgründung konnte Messner nicht allein realisieren bzw. bewältigen. Entscheidend war u.a. die Mitwirkung von Bezirksrichter Josef Vogl, der die nötigen juridischen und praktischen Kenntnisse einbrachte.

Am 14. November 1875 wandte sich ein achtköpfiges Komitee an die Bewohner der Stadt Klausen, mit dem Anliegen einen Verein zu gründen. Diejenigen, die dem Verein beitreten wollten, wurden ersucht zu unterschreiben. Am 16. Jänner 1876 wurde auf Betreiben von Bürgermeister Josef Constantini beim Lammwirt zu einer gemeinschaftlichen Besprechung über die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr geladen, bei welcher sich die Anwesenden für die Errichtung einer förmlichen Wehr aussprachen, zum anderen wurde ein fünfköpfiges Komitee mit der Ausarbeitung der Statuten und der Einleitung weiterer Schritte beauftragt. Am 2. Februar 1876 fand beim Lammwirt die Gründungsversammlung statt. Die Feuertaufe erhielt die neu gegründete Wehr am 3. Mai 1876 beim Brande Mair zu Viersch.

Die Jahre bis zum 1. Weltkrieg

In den ersten Jahren ihres Bestehens galt es für die Klausner Feuerwehr vorderhand, den Gerätebestand nachzurüsten und eine einheitliche Ausstattung mit Uniformen durchzuführen. Technische Hilfeleistung und Beratung wurden unter anderem auf den Feuerwehrtagen des deutsch-tirolerischen Gauverbandes geboten, welcher seit 1876 regelmäßig von Delegierten der FF Klausen besucht wurde. Wie eine liebenswürdige Anekdote klingt der Einwand eines Klausner während der Generalversammlung vom 1. Februar 1884, welcher bemängelte, dass seit einiger Zeit kein richtiger Zusammenhalt mehr sei und motivierte dies damit, dass man nämlich nach den Proben allzu gleich nach Hause gehe, anstatt gemeinschaftlich in ein Wirtshaus zu gehen, dadurch meinte er würde der kameradschaftliche Geist mehr angeregt Daraufhin spendierte die Gemeinde nach der großen Hauptprobe im Frühjahr und im Herbst eine Marende. Eine Tradition, die in der Feuerwehr Klausen bis zum heutigen Tage aufrecht erhalten geblieben ist, mit dem einzigen Unterscheid, dass die Marende mittlerweile von der Feuerwehr selbst bezahlt wird. Der langersehnte Wunsch einer eigenen Dampfspritze ging im Jahre 1904 in Erfüllung. Defekte und Mängel hatten die alten Spritzen nahezu unbrauchbar gemacht, sodaß eine Neuanschaffung unumgänglich wurde. Die Aufbringung der stolzen Summe von 4800 Kronen gestaltete sich etwas schwieriger. Zu diesem Zweck war bereits im Vorfeld eine Lotterie veranstaltet worden. Zusätzlich gewährte Kaiser Franz Josef I und das Ackerbauministerium einen Beitrag, die Stadtgemeinde leistet für 3000 Kronen Bürgschaft. Hinzu kamen verschiedenen private Spenden. Zur Abzahlung wurden in den Klausner

zuendholzGasthäusern auch originelle Spendekassen aufgestellt, bei denen das Geldstück mit einer kleinen Spielzeugkanone in einen Turm „geschossen“ wurde. Dafür konnte man Streichhölzer entnehmen, die Zigarrenspitze abschneiden oder die Pfeife stopfen. Die Abzahlung des Darlehens sollte sich aber noch über Jahre hinziehen und erst im November 1913 wurde die Restschuld durch eine großzügige Bürgschaft von Seiten der Stadtgemeinde Klausen getilgt. Die Dampfspritze ist nach wie vor im Besitz der Feuerwehr Klausen und ist eine der wenigen noch funktionierenden ihrer Art.

dampfspritze

Erster Weltkrieg und unmittelbare Nachkriegszeit

Der Erste Weltkrieg (1918) bedeutete für die Tiroler Feuerwehren einen dramatischen Einbruch. Infolge der allgemeinen Mobilisierung wurden alle wehrfähigen Männer im Alter zwischen 20 und 42 Jahren einberufen. Als aufgrund der Kriegserklärung von Italien an Österreich dann auch alle 16- bis 60jährigen einrücken mussten, schrumpfte die Wehr zusehends. Aus diesem Grunde kamen auch in Klausen wie in manch anderen Südtiroler Ortschaften Frauen zum Einsatz. Der Einsatz von Frauen in einer absoluten Männerdomäne war ein absolutes Novum, doch Dank dem Verständnis der zurückgebliebenen Bevölkerung und der Frauen war es immerhin möglich, in mehreren Fällen in den Nachbargemeinden einzugreifen. Im Mai 1918 war die Wehr wieder ganz in Männerhänden. Aufgrund der bekannten politischen Umwälzungen waren die Südtiroler Feuerwehren seit Kriegsende nicht mehr Mitglieder des Tirolischen Gauverbandes. Anlässlich des XI. Brunecker Feuerwehrbezirktages vom 12. Oktober 1919 wurde deshalb beschlossen, einen eigenen Südtiroler Landesfeuerwehrverband zu gründen, um nicht der Federazione Corpi Pompieri del Trentino einverleibt zu werden. Im Juni 1921 wurde der Hauptverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols als neue Dachorganisation aus der Taufe gehoben.

Die Überschwemmungskatastrophe von 1921

Am 9. August 1921 wurde Klausen gegen 18 Uhr von einer der verheerendsten Unwetterkatastrophen in seiner Geschichte heimgesucht. Infolge eines Hagelunwetters schwoll der Tinnebach zu einer gewaltigen Schlammlawine an, die alles mit sich riss und an der Einmündung in Klausen das ganze Flussbett des Eisacks vermurte. Für die Bevölkerung von Klausen sowie auch für die Feuerwehr waren die Auswirkungen verheerend. Das Magazin der Feuerwehr am Rossmarkt wurde mit voller Wucht getroffen und war vom Erdboden verschwunden.

1921b

(Dampfspritze 1921)

(Überschwemmung 1921)

 

Neubeginn und Zwischenkriegszeit

Nach Kriegsende blieben die Feuerwehren für die Verwaltung auch weiterhin eine der tragenden Institutionen im Bereich der öffentlichen Sicherheit. Aufbau und Wiederherstellung der alten Schlagkraft lagen also ganz im Interesse der neuen Machthaber. Mit der faschistischen Machtergreifung im Oktober 1922 zeigten sich in Südtirol recht bald die ersten Formen faschistischer Unterdrückung. Dabei zählte das kapillare Netz der Freiwilligen Feuerwehren klarerweise zu den vorrangigen Zielscheiben. Ein totalitäres Regime, dass auf eine straff gegliederte Machthierarchie aufbaute, duldete keine autonomen Organisationen, ganz besonders solche mit paramilitärischen Zügen. Da man aber auf eine leistungsfähige Brandbekämpfung angewiesen war, zielten die restriktiven Maßnahmen vorerst nur auf eine äußerliche Gleichschaltung ab, wie Kommandosprache und Uniformen. Im Jahre 1925 erfolgte der bislang schwerste Schlag gegen das Südtiroler Feuerwehrwesen. Mit Dekret Nr. 28329-II vom 9. Juni 1925 wurden die bestehenden Feuerwehren der Provinz aufgelöst und deren Neubildung auf der Basis der neuen Bestimmungen angeordnet. Die Supervision der Durchführung der einzelnen Maßnahmen unterlag der Federazione die Corpi die Pompieri della Provincia di Trento. Das gesamte Eigentum der Feuerwehren ging in den Besitz der örtlichen Gemeinden über. Damit wurde der Wandel vom freiwilligen Verein zum unselbständigen Gemeindedienst vollzogen. Von diesen einschneidenden Maßnahmen wurde die Klausner Feuerwehr mitten in den Vorbereitungen zum 50jährigen Gründungsfest überrascht welche für den 28. Juni 1925 angesetzt war. Das falsche Gründungsjahr 1875 nahm wohl Bezug auf die vorverlegte 30-Jahr-Feier von 1905; ein folgenschwerer Irrtum. Mit 21. Oktober 1925 erfolgte die offizielle Übergabe aller Gerätschaften an die Stadtverwaltung und mit 1. Dezember wurden die 24 Posten der städtischen Feuerwehr öffentlich ausgeschrieben. Am 7. desselben Monats fand beim Gasthof zum grauen Bären ein Versammlung zwecks Reorganisation der Feuerwehr statt. Zentralisierungsbestrebungen der italienischen Verwaltung zielten auf Schaffung von Großgemeinden ab und so wurden im Jahr 1929 die angrenzenden Gemeinden von Latzfons, Gufidaun und Villanders sowie die Fraktion Grießbruck der Gemeinde Lajen an die Gemeinde Klausen angegliedert. Somit unterstanden ab diesem Zeitpunkt auch die Feuerwehren der erwähnten Ortschaften dem Podestá von Klausen. Die Freiwillige Feuerwehr Frag wurde zu Klausen geschlagen, während die übrigen Feuerwehren der Großgemeinde bestehen blieben. Die politische Bevormundung erlebte eine weitere Steigerung mit den Gesetzesdekret Nr. 2472 vom 10 Oktober 1935 und mit Rundschreiben des Präfekten von Bozen Nr. 4638/II vom 28. Februar 1936 womit das Personal, die Lokale und Einrichtungen sowie die gesamte Ausrüstung der Südtiroler Feuerwehren der Provinzverwaltung überstellt wurde.

Option und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutsch-italienischen Abkommen zur Umsiedlung der Südtiroler Bevölkerung im Jahre 1939 setze eine der größten Zerreißproben in der Geschichte des Landes ein. Bis zum 31. Dezember musste man entweder für Deutschland oder Italien optieren. Für das Feuerwehrwesen bedeutete dies nahezu den Todesstoß, denn mehr als 80% der Bevölkerung hatte sich für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden. Da aber nur italienische Staatsbürger Dienst versehen durften, wurden vielerorts die Optanten aus den Wehren ausgeschlossen. Durch die sukzessive Abwanderung lichteten sich die Reihen und so manche Feuerwehr musste aufgeben. Offiziell blieben nur mehr die sieben Berufsfeuerwehren in den großen Zentren bestehen, die damit vollkommen überfordert waren. Wie aus behördlichen Schreiben dieser Zeit hervorgeht, war die Feuerwehr von Klausen spätestens seit 1940 offiziell aufgelöst, bestand aber praktisch weiterhin. Nachdem am 2. September 1943 erstmals Bomben auf Bozen fielen, rückte auch für Klausen

die Gefahr aus der Luft immer näher. Der kommissarische Bürgermeister Karl Nußbaumer erließ deshalb einen Aufruf, wonach der Mannschaftsstand der freiwilligen Feuerwehr Klausen durch die Kriegsereignisse derart zusammengeschmolzen sei, sodass ein ersprießliches Arbeiten kaum mehr möglich ist. Er wandte sich daher an alle Personen, die durch ihr Alte und körperliche Verfassung zum Feuerwehrdienst geeignet sind, mit der Einladung, der freiwilligen Feuerwehr Klausen beizutreten.

Die Jahrzehnte zum Milleniumwechsel

Das Kriegsende bedeutete auch für die Feuerwehr Klausen eine Phase des Neubeginns und des Wiederaufbaus im Geiste der Kontinuität einer Verpflichtung im Dienste des Nächsten. Der erste Schritt betraf die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft, denn der rasche Wechsel in den eigenen Reihen bedingt durch die geschichtlichen Ereignisse war ein drückendes Problem. Die Reihen wurden zwar immer wieder notdürftig geschlossen doch der personelle Austausch verursachte sicherlich Umstellungen mit entsprechenden Einschulungsphasen. Von den 41 Wehrleuten im Jahr 1944 waren 1947 24 Mann, darunter 2 italienische Mitbürger, nicht mehr dabei. Etliche dürften nach dem Krieg aus Altersgründen wieder ausgetreten sein. Der nächste wichtige Schritt in der unmittelbaren Nachkriegszeit galt der Aufrüstung mit geeigneten Gerät. 1946 trat erstmals der 15° Corpo Vigili del Fuoco von Bozen auf den Plan, der bemüht war die 1935/36 gelegentlich der Auflösung der freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden vom Provinzialkommando eingezogenen Gerätschaften zurück zu erstatten. 1946 erhielt man von der Gemeinde L. 10.000 als Beitrag; eine Unterstützung die alljährlich aufgestockt wurde. Die Finanzierung durch die öffentliche Hand gestaltet sich vorerst noch recht schwierig, denn bis 1948 gab es keine übergeordnete Organisation, an die man sich für entsprechende Förderungen wenden konnte. Zwar ging mit dem Autonomiestatut von 1948 das Feuerwehrwesen vom Staat in die Kompetenzen der Region Über. Doch erst mit Regionalgesetz Nr. 21 von 1954 für einen tiefgreifenden, systematischen Auf- und Ausbau des Feuerwehrwesens in Südtirol geschaffen. Mit diesem Gesetz erhielten die Wehren wieder ihre Eigenverwaltung auf kommunaler Ebene zurück. Von weitreichender Bedeutung war die Gründung des Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, die am 2. Oktober 1955 erfolgte. Damit wurde eine gemeinschaftliche und starke Interessensvertretung im Bereich des Feuerlöschwesens geschaffen, die zugleich Ansprechpartner in technischen, bürokratischen und juridischen Angelegenheiten sein sollte. Von unmittelbarem Interesse waren dabei die schwerpunktmäßige Finanzierung einzelner Geräteanschaffungen und die Organisation von Lehrgängen. Ab 1957 organisierte der Landesverband die Lehrgänge in Innsbruck an der neuen Landesfeuerwehrschule für Nordtirol. Eine nicht unwesentliche Erleichterung wurde mit den Schulungslehrgängen in Südtirol erreicht, die von 1966 bis 1979 in Naturns und danach in Bozen abgehalten wurden. Die Konstituierung des Südtiroler Landesverbandes brachte für die Klausner Wehr auch eine institutionelle Neuerung von besonderer Tragweite mit sich. Mit der Einteilung der neuen Feuerwehrbezirke war man dem Bezirk Brixen angegliedert worden, was offenbar einige Meinungsverschiedenheiten auslöste. Am 23. Juni 1957 wurde im Verlauf einer Versammlung der Feuerwehren des mittleren Eisacktals der einstimmige Beschluss gefasst, einen selbstständigen Abschnitt zu gründen, sich aus dem Bezirksverband Brixen zu lösen und dem Bezirk Bozen anzugliedern. Anlässlich einer Versammlung des Feuerwehr-Bezirkes Brixen am 21. Juli 1957 wurde die heikle Situation dennoch geklärt und Kdt. Alois Trocker entschloss sich für die Feuerwehr Klausen, weiterhin im Feuerwehrbezirk Brixen zu verbleiben, in der sicheren Hoffnung und Erwartung, dass in Hinkunft die Klausner Feuerwehr kameradschaftlicher behandelt wird als bisher. Im Jahre 1972 wurde Klausen durch das neue Feuerwehrgesetz zum Stützpunkt im Bezirk Brixen erhoben.

Dies bedeutete nicht nur eine größere Verantwortung, sondern auch mehr Verpflichtungen. Von geradezu einschneidender Bedeutung sollte der Bau der Brenner-Autobahn sein, und zwar sowohl was die Natur der Einsätze als auch deren Zahl betrifft. Am 1. September 1970 wurde das Teilstück Vahrn-Klausen eröffnet und am 11. April 1974 wurde das Teilstück Klausen-Bozen als letztes dem Verkehr übergeben. Für die Feuerwehr Klausen sollte dies in Zukunft einen rapide ansteigenden Mehraufwand an Einsätzen bedeuten, der gerade angesichts der besonderen Gefahrenquellen durch die Sondertransporte jeglicher Art immer komplexere Ansprüche an die Mannschaft stellte. Als Stüztpunktfeuerwehr des unteren Eisacktales sind bei der Klausner Feuerwehr seit Mitte der 80er Jahre auch einige Geräte des Feuerwehrbezirkes Brixen und der Forstbehörde eingelagert. Bis zum heutigen Datum hat sich nicht nur die Zahl der Einsätze, sondern auch deren Volumen an und für sich verfielfacht; ein Umstand der aus den Einsatzstatistiken hervorgeht. Die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte war derart rasant, dass eine Feuerwehr gerade bei Sondereinsätzen Gefahr läuft, an ihre eigenen Grenzen zu stoßen. Die Feuerwehr Klausen hat sich immer mit Verantwortungsbewusstsein und Einsatzfreude den ständig wachsenden Anforderungen gestellt, obwohl man sich durchaus der Grenzen der eigenen Belastbarkeit bewusst war und ist.